Prof. Dr. Anita Rieder
Frauengesundheitsförderung und Präventivmedizin sind Kompetenzfelder der Sozialmedizinerin. Die Österreicherin lehrt und forscht an der Medizinischen Universität in Wien und gehört dort zu den 8% der weiblichen Professoren. Sie ist Mitglied vieler nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften und Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens. In ihren Publikationen beleuchtet sie unter anderem die geschlechtsspezifischen Unterschiede aus sozialmedizinischer Sicht und vergleicht beispielsweise Männer- und Frauengesundheit.
Wie vielschichtig die Themenbereiche sind, zeigt u.a. ihre Mitgliedschaft im Gesundheitsbereich der Stadtplanungskommission in Wien sowie die Aufnahme in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste. Verständlich, wenn Anita Rieder ihre Freizeit als Luxus genießt. Dann beschäftigt sie sich mit Reiseliteratur oder dem europäischen Film. Ihre Ferien verbringt sie in mediterranen Gebieten oder als „Lernurlaub“ an renommierten Unis im Ausland. Ein nächstes Ziel: die Arktis.
Beispiele ihrer Publikationen:
- „Frauen – das große Gesundheitsbuch“. Autorinnen: Anita Rieder, Christine Kurz, Ingrid Kiefer und Ingrid Edelbacher, Kneipp Verlag, 2005
- „Gender Medizin. Geschlechtsspezifische Aspekte für die klinische Praxis“. Autorinnen: Anita Rieder, Brigitte Lohff, Springer Verlag, 2004
Warum ich mich für „female affairs“ engagiere
„Die Lebensplanung vieler Frauen hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert und die hormonelle Verhütung gehört zu ihrem Leben dazu. „female affairs“ ist für mich ein Beitrag zur Frauengesundheit. Gesundheit ist aus Sicht der Frau auch sehr vom Begriff oder Zustand des Wohlbefindens geprägt. Wohlbefinden ist im Prinzip die Gesamtbilanz der Lebensbedingungen, und die sexuelle Gesundheit ist Teil davon.
Sexuelle Gesundheit bedeutet für Frauen Selbstbestimmung in Bezug auf Partnerschaft, Sexualität, Schwangerschaft, Geburt und Verhütung.
In der Gesundheitsförderung und Prävention verwenden wir das Wort ‚Empowerment’ – es bedeutet Menschen zu befähigen für die eigene Gesundheit Sorge zu tragen. Bei „female affairs“ möchte ich ein Stück zum „Empowerment“ der Frauen beitragen und damit im weitesten Sinn zur Frauengesundheit.“