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Gestagene – dreifacher Schutz vor einer Schwangerschaft

Gestagene (auch: Gelbkörperhor-mone) sind ebenso wie die Östrogene genauso wichtig für die Regulierung des Monatszyklus und als Hormon in hormonellen Verhütungsmitteln. In vielen Verhütungsmitteln – wie zum Beispiel dem Verhütungsring oder den herkömmlichen Pillen – werden die beiden Hormone Östrogen und Gestagen kombiniert und bieten so einen sehr hohen Empfängnisschutz.

Gestagene im weiblichen Zyklus

Die Gestagene oder Gelbkörperhormone sind die zweite wichtige Klasse der weiblichen Geschlechtshormone und werden vom Gelbkörper im Eierstock gebildet. Das Progesteron bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor.
Wie die Östrogene schützen auch die Gestagene während einer Schwangerschaft das befruchtete Ei, indem sie einen erneuten Eisprung verhindern. Zusätzlich sorgen sie aber auch dafür, dass sich der Schleim im Gebärmutterhals verdickt und so den Gebärmuttermund für Spermien verschließt.

Verhütung mit Hormonen

Zur Empfängnisverhütung werden die Gestagene genau wie die Östrogene zum „Vortäuschen“ einer Schwangerschaft genutzt. Durch die Anwendung von Hormonen setzen die oben beschriebenen Effekte ein: Der Eisprung wird unterdrückt und der Gebärmutterhals für Spermien undurchlässig. In die durch Gestagene veränderte Schleimhaut der Gebärmutter kann sich zudem kein befruchtetes Ei einnisten – ein dreifacher Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Natürliche und künstliche Gestagene

Die wichtigsten natürlichen Gestagene sind Progesteron, Pregnandiol und Pregnelon. Ihre künstlichen Spiegelbilder sind u.a. Etonogestrel (wirkt z.B. im Verhütungsstäbchen) und Levonorgestrel (wirkt z.B. in der Hormonspirale).

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