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Burn-out – was, wenn ein Partner „ausgebrannt“ ist?

Dr. Eva Wlodarek

Überprüfen Sie Ihr Selbstbild

Versuchen Sie, Superman oder Superwoman zu geben? Auch wenn es schwerfällt, fahren Sie Ihre Ideale herunter. Machen Sie sich bitte klar: Sie müssen nicht die Welt retten. Es reicht, das zu tun, was man kann.

Vermeiden Sie Überengagement

Menschen mit Burn-out-Syndrom bemühen sich meist, auf allen Gebieten 100 Prozent zu geben. Top im Job, hilfsbereit im Freundeskreis, gut in der Liebe. Fragen Sie sich: Wo pumpe ich zu viel Energie hinein? Unterscheiden Sie Wichtiges von Unwichtigem, lernen Sie, Prioritäten zu setzen. Delegieren Sie, wo irgend möglich.

Haben Sie Mut zum Nein

Burn-out-Gefährdete lassen sich oft zu viel aufdrücken. Sei es im Beruf oder im Privatleben. Üben Sie, Grenzen zu ziehen. Sie haben das Recht, auch mal eine Aufgabe abzulehnen. Und zwar ohne große Begründung und Entschuldigung. Sagen Sie einfach: „Das möchte ich nicht“ oder: „Tut mir leid, aber das wird mir zu viel.“

Kommen Sie raus aus der Isolation

Machen Sie sich bitte klar: Es gibt keinen Grund, sich als Versager zu fühlen, weil Sie nicht mehr alles locker auf die Reihe bekommen. Teilen Sie Menschen, denen Sie vertrauen, mit, wie es Ihnen geht. Suchen Sie sich unbedingt fachliche Unterstützung. Das entlastet auch Ihren Partner.

Pflegen Sie Ihren Körper

Körper und Seele sind eine Einheit. Deshalb: Auch wenn Sie keinen Appetit haben, essen Sie regelmäßig. Achten Sie dabei auf genügend Vitamine. Obst und Gemüse sollten unbedingt auf Ihrem Speiseplan stehen. Raffen Sie sich zum Sport auf. Erfahrungsgemäß hilft Joggen oder schnelles Spazierengehen gegen Depression.

Lernen Sie eine Entspannungstechnik

Vom Burn-out Betroffene können schwer abschalten. Sie neigen zum Grübeln, machen sich Sorgen, quälen sich mit Schuldgefühlen. Dagegen helfen bewährte Methoden zur Entspannung. Inzwischen bieten die meisten Fitness-Studios Derartiges an. Probieren Sie aus, was Ihnen am meisten zusagt: Yoga, Tai-Chi, Meditation, Zen oder autogenes Training.
  

Nehmen Sie eine Auszeit

Das geht nicht immer – aber wenn doch, dann sollten Sie die Möglichkeit nutzen. Abstand und Erholung sind eine heilsame Kombination. Die kleinste Einheit sind regelmäßige tägliche Pausen. Besser noch: Nehmen Sie Urlaub oder arrangieren Sie eine Sabbat-Zeit. Auf diese Weise laden Sie Ihre Batterien wieder auf. Wichtig ist, dass Sie danach nicht gleich weitermachen wie bisher, sondern positive Veränderungen (siehe oben) in Ihren Alltag einbauen.

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