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Eltern sein – mit Kind verändert sich die Partnerschaft

Dr. Eva Wlodarek

Die besten Tipps gegen den Babyblues

Sollten Sie jetzt von dem, was junge Eltern erwartet, „abgetörnt“ sein, folgt hier die Entwarnung: Wenn Sie wissen, womit Sie rechnen müs- sen, können Sie mit den passenden Strategien gegensteuern. Damit heben Sie zwar die Anstrengung der ersten Monate nicht komplett auf, mildern Sie aber durchaus merklich. Mit etwas Disziplin und festem Willen lässt sich eine Menge dafür tun, dass Sie nicht nur frischgebac- kene Eltern, sondern auch weiterhin ein Liebespaar sind.

Legen Sie nicht jedes Wort auf die Goldwaage

Verzeihen Sie sich gegenseitig großz- ügig verbale Ausraster. Stress und blanke Nerven führen dazu, dass man leicht mal ungerecht wird. Sagen Sie sich: „Das ist jetzt ein Ausnahme-zustand.“ Statt sich beleidigt zurückzuziehen, sprechen Sie lieber off- en aus, was Sie stört. Vermeiden Sie dabei Verallgemeinerungen wie immer („Immer muss ich mich um alles kümmern.“) und nie („Nie bist du da, wenn ich dich brauche.“). Sprechen Sie von Ihren Gefühlen, et- wa „Ich fühle mich überfordert“ oder „Ich fühle mich hier wie das fünf- te Rad am Wagen“. Damit erreichen Sie mehr Verständnis als durch Vorwürfe.

Bleiben Sie im Gespräch

Es passiert leicht, dass sich jedes Gespräch ums Baby dreht oder um die Organisation des Alltags. Nehmen Sie sich bewusst Zeit, auch über persönliche Dinge zu sprechen, und sei es nur für eine halbe Stunde. Sie verlieren sich sonst emotional aus den Augen. Wenn möglich, geb- en Sie das Baby für eine Weile in die Obhut einer Vertrauensperson wie der Oma oder einer Freundin, die selbst Kinder hat, und gehen Sie als Paar aus.

Kommen Sie aus dem Schneckenhaus

Sie müssen sich als Kleinfamilie nicht isolieren. Babys sind flexibler, als man denkt. Beziehen Sie Ihren Nach-wuchs in Ihren Alltag ein. Packen Sie Ihr Baby z.B. ins Tragetuch und nehmen Sie es mit zu Freunden. Wenn Ihr Winzling müde ist, schläft er auch prima woanders. Machen Sie gemeinsam einen Ausflug. Geh-en Sie in einen Coffeeshop oder besuchen Sie eine Ausstellung. Die Abwechslung wird Ihnen als Paar guttun.

Lassen Sie sich nicht gehen

Ein Baby spuckt wie ein Lama. Deshalb zieht man sich nur noch praktische Kleidung über oder behält gleich den Bademantel an. Sie müssen sich ja nicht „aufbrezeln“, in ein elegantes Kleid oder einen Anzug werfen. Aber Sie sollten sich auch nicht vernachlässigen. Es gibt eine Menge Sachen, die hübsch und pflegeleicht sind. Und frisch gewaschene Haare und ein bisschen Make-up dürften auch möglich sein. Motto: Ich biete meinem Partner/meiner Partnerin trotz erschw- erter Bedingungen einen erfreulichen Anblick.


Kleine Gesten erhalten die Liebe

Auch wenn Sie für rauschenden Sex viel zu müde sindeine zärtliche Ges- te geht immer. Nehmen Sie sich in den Arm. Küssen Sie sich. Kuscheln Sie mit oder ohne Baby. Und vor all- em: Zeigen Sie Verständnis füreina- nder. Jeder von Ihnen macht auf seine Weise gerade eine extreme Zeit durch. Doch Belohnung winkt: Wenn Sie die „Babykrise“ mit Liebe überstehen, schmiedet sie zwis- chen Ihnen beiden ein besonders festes Band.

Last, but not least: Bis hierher lag der Schwerpunkt auf den anstre- ngenden Seiten der Elternschaft und Paarbeziehung. Natürlich bringt ein Baby auch ganz viel Glück. Und um das zu genießen, brauchen Sie keine guten Ratschläge!

Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Sexualität wirklich stressfrei genießen können.
Kein Stress beim Sex
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