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Altbekannt: die kombinierte Pille

Während die Pille früher noch recht hohe Hormondosen enthielt, kommen die heutigen Präparate („Mikropillen“) mit geringeren Hormonmengen bei gleicher Wirksamkeit aus. Nach wie vor bestehen die Kombinationspräparate aus zwei Hormonen.

Wirkung

Die Kombinationspräparate enthalten Östrogen und Gestagen. Die Hormone verhindern den Eisprung sowie die Einnistung einer möglicherweise doch befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut. Zudem wird der Schleim im Gebärmutterhals verdickt, so dass Spermien nur schwer oder gar nicht eindringen können. Doch es gibt Unterschiede zwischen den verschiedenen Präparaten:

1-Phasen-Präparat
Konstante Östrogen- und Gestagendosis in jeder Pille über den gesamten Einnahmezeitraum.

2-Phasen-Präparat
2 verschiedene Phasen mit unterschiedlicher Hormondosis – zuerst nur Östrogen, die Gestagendosis kommt erst ab der 2. Einnahmewoche dazu.

2-Stufen-Präparat
Unterschiedliche Hormondosierung in zwei Stufen, aber immer mit Östrogen und Gestagen.

3-Stufen-Präparat
Unterschiedliche Hormondosierung in drei Stufen mit Östrogen und Gestagen.


Anwendung

Die Pille muss in den meisten Fällen 21 Tage lang geschluckt werden, dann folgt eine 7-tägige Pause, in der die Monatsblutung einsetzt. Packungen mit 28 Tabletten enthalten meistens sieben Pillen ohne Wirkstoffe (Placebos). Die Blutung tritt dann während der „Placebophase“ ein.

Vorteile

  • Bei korrekter Anwendung sehr sichere Methode
  • Regelmäßigere Blutungen
  • Eine bestehende Akne kann verbessert werden
  • Schutz vor Eierstockzysten und gutartigen Brusterkrankungen
  • Möglichkeit, die Monatsblutung zu verschieben

Nachteile

  • Tägliche Einnahme erforderlich, Gefahr, die Einnahme zu vergessen und den Empfängnisschutz zu verlieren
  • Nicht geeignet bei Raucherinnen über 35 Jahre, bei hohem Blutdruck, Thromboseneigung und Lebererkrankungen
  • Beeinträchtigung des Verhütungsschutzes durch Medikamente wie Antibiotika, Johanniskraut oder Mittel gegen Epilepsie
  • Kein zuverlässiger Schutz bei Magen-Darm-Problemen (Erbrechen, Durchfall)

Pearl-Index

0,1–0,9

Vergleichen lohnt sich – vor allem bei Verhütungsmitteln. Hier finden Sie einen Überblick.
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