Der Verhütungsring: Verhütungsstress war gestern
Der flexible, transparente Hormonring aus einem weichen medizinischen Kunststoff hat durchaus Vorteile gegenüber der herkömmlichen Pille: Er wird nur 1x im Monat gewechselt, was die Gefahr des Vergessens deutlich verringert. Außerdem setzt der Ring die Hormone direkt in der Scheide frei – also ohne Umweg über den Magen-Darm-Trakt – und kommt deswegen mit weniger Hormonen aus. Praktisch: Magen-Darm-Probleme hemmen seine Wirksamkeit nicht.
Wirkung
Der Ring setzt kontinuierlich und in geringen Mengen die beiden Hormone Östrogen und Gestagen frei und verhindert so den Eisprung. Zusätzlich macht das Gestagen den Schleim im Gebärmutterhals zäh, Spermien gelangen so nur schwer oder gar nicht in die Gebärmutter. Außerdem wird die Schleimhaut der Gebärmutter so verändert, dass sich ein befruchtetes Ei nicht einnisten könnte. Die Wirkung ist vergleichbar mit der Pille.
Anwendung
Der 5,4 cm große, flexible Ring wird so einfach wie ein Tampon in die Scheide eingeführt, die Hilfe eines Arztes ist hierfür nicht notwendig. Der Ring verbleibt drei Wochen in der Scheide und wird dann von der Frau selbst genauso einfach wieder entfernt. Es folgt eine siebentägige Pause, in der es zur Monatsblutung kommt. Danach wird ein neuer Ring eingelegt.
Vorteile
- Nur 1x im Monat an Verhütung denken
- Sehr sichere und bequeme Methode
- Geringe Hormondosis
- Erbrechen und Durchfall beeinträchtigen die Wirkung nicht
- Sehr stabiler Zyklus, das heißt: Zwischenblutungen treten seltener auf als bei der Pille
Nachteile
- Nicht geeignet bei Raucherinnen über 35 Jahre, bei hohem Blutdruck, Thromboseneigung und Lebererkrankungen. Dies sind dieselben Einschränkungen wie für die Anwendung der Pille
- Selten Fremdkörpergefühl, Ausfluss
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