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Verhütung nach der Schwangerschaft

Prof. Dr. Dr. Merkle

Nach der Geburt sollte etwa sechs Wochen auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden (Wochenfluss). In dieser Zeit ist der Muttermund noch nicht ganz geschlossen. Bei der Untersuchung nach der Geburt teilt der Frauenarzt mit, ob wieder problemlos Verkehr möglich ist. Viele Paare fühlen sich nach der Geburt jedoch nur noch wie Eltern, nicht wie Sexualpartner. Auch dies ist normal. Die Einstellung auf das eigene Kind kann vorübergehend bei beiden Partnern das sexuelle Interesse reduzieren. Es kommt im Allgemeinen innerhalb kurzer Zeit wieder.

Wichtig ist, dass auch bei stillenden Frauen eine Schwangerschaft eintreten kann, sofern sie nicht verhüten. Doch besonders während der Stillzeit muss die Verhütungsmethode besonders sorgfältig gewählt werden: Sie muss sicher sein, darf die Milchqualität nicht beeinflussen und vor allem keine schädlichen Folgen für das Kind haben. Es gibt verschiedene Verhütungsmöglichkeiten in der Stillzeit. Viele Paare verhüten in dieser Zeit nur mit Kondomen. Minipillen, die östrogenfreie Pille sowie Hormon- und Kupferspiralen sind sichere Alternativen, wobei die Spiralen frühestens 6 – 8 Wochen nach der Entbindung eingesetzt werden können und nur dann Sinn machen, wenn eine längerfristige Verhütung gewünscht ist. Natürliche Methoden wie Temperaturmessung, Verhütungscomputer oder periodische Enthaltsamkeit sind in der Stillzeit nicht möglich.

Bei Frauen, die nicht stillen oder abgestillt haben, sind alle Arten der Kontrazeption möglich, wobei darauf zu achten ist, dass häufig nach der Geburt eine gewisse Zeit vergeht, bis sich ein normaler Zyklus einstellt. Die Frage der Verhütung in der Stillzeit sollte mit dem Frauenarzt entweder während der Schwangerschaft oder bei der Untersuchung nach der Geburt besprochen werden.

Vergleichen lohnt sich – vor allem bei Verhütungsmitteln. Hier finden Sie einen Überblick.
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