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Facettenreich, lustvoll und sensibel – Frauen und ihre SexualitätStress beim SexWas heißt es eigentlich, wenn Frauen heute „eine Beziehung auf Augenhöhe“ führen möchten? „Die gesellschaftlichen Veränderungen und der damit einhergehende moderne Lebensstil haben auch vor der Schlafzimmertür nicht haltgemacht“, sagt Sozialmedizinerin und „female affairs“-Mitglied Prof. Dr. Anita Rieder. „Frauen sind einfach selbständiger und unabhängiger geworden, sie gestalten ihre Karrieren und nehmen die Lebensplanung aktiv in die Hand. Kinder kommen immer später. Dies alles hat natürlich auch Auswirkungen auf die Sexualität. Erstaunlicherweise wird sie nach wie vor ausgeklammert, wenn es um „Gesundheit“ geht. Immer noch wird sie auch im ärztlichen Gespräch nicht unbedingt thematisiert“, weiß die Expertin. Dies belegen auch jüngste Analysen der jährlichen Gesundheitschecks, die bei Hausärzten in Österreich durchgeführt werden. Sie zeigen, dass viele der Patientinnen nicht einmal in einem anonymen Fragebogen Antworten zum Thema Sexualität geben. „Die Zufriedenheit mit dem eigenen Sexualleben“, so Rieder weiter, „ist sicherlich eine ähnliche Tabufrage in der hausärztlichen Praxis wie die Frage nach der Orgasmusfähigkeit.“ Im Übrigen: „Wer sagt denn, dass immer „nur“ die äußeren Faktoren für den Frust mit der Lust verantwortlich sind?“ Wie die Gynäkologin Dr. Anneliese Schwenkhagen, ebenfalls Gründungsmitglied von „female affairs“ ausführt, können auch die Hormone den Takt für die Lust angeben: So sind hormonelle Schwankungen im Verlauf des Zyklus ganz normal – und haben zum Beispiel mal mehr, mal weniger Lust auf Sex zur Folge. „Wenn frau das weiß, kann sie natürlich viel differenzierter – und damit auch entspannter mit ihrer Sexualität umgehen.“ Was alles Stress beim Sex macht, will „female affairs“ nun ganz genau wissen. Zusammen mit dem renommierten Institut für Demoskopie Allensbach führen die Expertinnen eine repräsentative Umfrage mit dem Titel „Stressless Sex“ durch, die weitere Details zu Wünschen, Sorgen und Problemen der Frauen liefern soll. Die Ergebnisse werden Anfang Juni veröffentlicht und von „female affairs“ zur Entwicklung konkreter Stresslösungen verwendet. Auch online können interessierte Frauen unter www.femaleaffairs.de an der Umfrage teilnehmen. Die Website wird so Schritt für Schritt zu einer Seite „von Frauen für Frauen“. Aber auch Frauen, die nicht unbedingt an der Untersuchung teilnehmen wollen, sollten sich die Website der Initiative „female affairs“ regelmäßig ansehen, denn hier gibt es die Informationen zur weiblichen Sexualität, die viele Frauen suchen – und das frech, direkt, ungeschminkt und gleichzeitig wissenschaftlich fundiert. Initiative „Der österreichische Patient“, www.oesterreichischerpatient.at März 2006 |
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