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Frauen wollen mehr Fantasie beim Sex!

Frauen gehen zwar selbstbewusster als früher mit ihrer Sexualität um und glauben zu wissen, wie sie bekommen, was sie wollen. Dennoch haben sie das Gefühl, es könnte mehr für sie drin sein.

Dies zeigt die von der Expertinneninitiative „female affairs“ und dem renommierten Meinungsforschungsinstitut psychonomics durchgeführte Umfrage „Stressless Sex“. „female affairs“ setzt sich für die sexuelle Kompetenz von Frauen ein und wollte von ihnen darum genau wissen, wie sie ihre Sexualität erleben, was sie beim Sex stresst und was sie sich wünschen.
Die Ergebnisse zeigen deutlich: Frauen gehen heute viel unbefangener mit ihrer Sexualität um und erwarten dies auch von ihrem Partner. 86 Prozent der Befragten erwarten von ihm zum Beispiel mehr Initiative beim Sex, und 87 Prozent probieren beim Sex gern einfach mal etwas Neues aus. Da sind Kreativität und Fantasie gefordert! Mehr als jede Zweite träumt manchmal von wildem und hemmungslosem Sex und 86 Prozent gefällt es, vom  Partner „einfach mal genommen“ zu werden. Frauen wollen also keineswegs immer nur „kuscheln“. Das neue Selbstbewusstsein spiegelt sich auch in den sexuellen Wünschen der Frauen wider. Denn Frauen warten nicht nur darauf, dass der Partner aktiv wird, 83 Prozent haben kein Problem damit, selbst aktiv zu werden, und immerhin 92 Prozent der Befragten leben ihre sexuellen Wünsche in der Partnerschaft aus. Auch den Wünschen des anderen stehen die Frauen offen gegenüber. Wichtig ist dabei, dass sich die sexuellen Wünsche beider decken, wie 91 Prozent bestätigten.

Erregung beginnt im Kopf

Die Fantasie ist ein wichtiger Stimulationsträger, denn Frauen können in ihren Träumen ihre persönliche sexuelle Lust gestalten. Die Erregung beginnt im Kopf und kann im Austausch auch das partnerschaftliche Miteinander anregen. „Die kognitive Potenz, also das Ausmalen von Fantasien, steht oft in einem engen Zusammenhang mit Erregung“, erklärt Dr. Ulrike Brandenburg, Sexualwissenschaftlerin und „female affairs“-Expertin. Dr. Brandenburg rät Frauen, sich selbst auch mal nach dem Umgang mit eigenen sexuellen Fantasien zu fragen. Habe ich sie überhaupt? Würde ich sie mir erlauben? „Wer auf die Reise gehen will und seine Sexualität mit Fantasie anreichern möchte, für den kann es äußerst erregend sein, mit sexuellen Fantasien zu spielen und sie seinem Gegenüber mitzuteilen“, betont die Sexualwissenschaftlerin.

Neben der Befriedigung von sexuellen Wünschen werden auch Komplimente, Aufmerksamkeit und Einfühlsamkeit des Partners von Frauen als luststeigernd empfunden. Mehr als ein Drittel wünscht sich von „ihm“, dass er mehr auf „ihre“ Bedürfnisse eingeht und auch mal fragt, was „sie“ sich wünscht. Partnerschaftsprobleme wirken dagegen sehr negativ. Vor allem Streit und Konflikte schlagen vielen Frauen auf die Lust.
Das Erfüllen sexueller Träume und Wünsche kann auch vor Langeweile in der Beziehung bewahren. Immerhin ein Drittel der befragten Frauen empfinden ihre Partnerschaft manchmal als eintönig – aber das ist noch längst kein Grund zur Sorge. „Langeweile ist völlig normal“, bestätigt die Expertin. „Wichtig ist es, den Erwartungsdruck zu reduzieren“, betont Brandenburg. Denn gerade das Gefühl, irgendetwas erleben zu müssen, erzeuge Stress – vor allem beim Sex.

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