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Let’s talk about Sex! − Eigene Wünsche „smart“ an den Mann gebracht

Drei Viertel aller Frauen zwischen 15-40 Jahren sprechen in ihrer Partnerschaft über ihre sexuellen Wünsche. 53 Prozent reden mit ihrem Partner auch über ihre sexuellen Fantasien. Das ergab die aktuelle „Smart Sex“ Umfrage, die das Kölner Meinungsforschungsinstitut psychonomics im Auftrag der Expertinnen-Initiative „female affairs“ durchführte. Die Frauen sind der Meinung, dass der Austausch von Wünschen und Fantasien der Beziehung und der Liebe gut tut. Rund 80 Prozent gaben sogar an, es könnte ihre Beziehung bereichern, wenn sie über ihre Wünsche, geheimen Vorstellungen, wie zum Beispiel das ideale sexuelle Szenario, sprechen würden. Auf die Frage, wann sie am ehesten bereit seien, sexuell etwas Neues zu wagen, antworteten ebenfalls 80 Prozent: „Wenn ich Vertrauen in meiner Partnerschaft empfinde und mich entsprechend sicher und geborgen fühle.“

So reden ca. 40 Prozent aller befragten Frauen dann auch Klartext und sagen ihrem Partner direkt, wenn sie Lust auf Sex mit ihm haben. Nur: Kommt diese Offenheit auch beim Partner gut an? Eigentlich sollte er doch begeistert sein. Dennoch, so die Psychologin und „female affairs“ Expertin Dr. Eva Wlodarek, machen manche Frauen die Erfahrung, dass ihr Partner darauf ablehnend reagiert - entweder direkt oder indirekt durch Lustlosigkeit oder Impotenz. Aus psychologischer Sicht sei das vor allem eine Frage der passenden Kommunikation, denn: „Männer sind dominanzorientiert. Sie ertragen es deshalb schwer, Kritik oder Forderungen zu erhalten.“ Außerdem seien die klassischen Männer- und Frauenrollen in der Auflösung begriffen: „Während die Frauen selbstbewusster werden, suchen Männer verunsichert ihre Identität.“ - Gute Gründe, sensibel mit ihnen über die eigenen Wünsche zu sprechen …

„Vermeiden Sie also Äußerungen wie: ‚Unser Sexleben ist so langweilig geworden’, oder ‚Ich brauche einfach mehr Abwechslung beim Sex’. Das löst erfahrungsgemäß Widerstand aus“, betont Wlodarek deshalb auch. Erfolgreicher sei eine Kommunikation, die von einer positiven Ausgangssituation kommt, etwa: „Ich finde unseren Sex toll, was hältst Du davon, wenn wir…“. „Natürlich könnten Sie jetzt einwenden: Warum sollen wir Frauen eigentlich unsere Wünsche so vorsichtig äußern? Das ist doch eine überholte typisch weibliche Form. Wir haben schließlich ein Recht auf smarten Sex!“ Das Gegenargument, so Wlodarek weiter, laute: „Wollen Sie Ihr Ziel erreichen, oder wollen Sie glücklich sein?“

Eine geschickte Kommunikation der eigenen Bedürfnisse und Wünsche, so Wlodarek, bedeute nicht, dass frau sich klein macht, anpasst oder unterordnet. Sondern, dass sie klug vorgeht - schließlich heißt „Smart“ übersetzt auch „geschickt“, „elegant“… „Eigene Wünsche einzubringen ist wichtig und bekommt der Partnerschaft sehr gut. Damit frau nicht auf taube Ohren stößt, sollte sie sich in Form und Tonalität an den Regeln für eine erfolgreiche Kommunikation orientieren. Dann zieht mit Sicherheit auch der Partner mit.“


Mai 2007


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