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Männer wollen einfach guten Sex –
„female affairs“ veröffentlicht Ergebnisse der „Simplified Sex“-Studie

Nie wurde so viel über Männer und Sex gesprochen wie heute: in den Medien, im Internet, in der Werbung, im Freundinnenkreis – nie war Sex so präsent, nie ging man so aufgeklärt damit um. Doch weiß Frau eigentlich was Mann genau fühlt? Die Expertinnen-Initiative „female affairs“ wollte es wissen: Wie gehen Männer mit ihrer Sexualität um, was wünschen sie sich, wie zufrieden sind sie? Ja – was denken sie eigentlich zu diesem Thema? Wie kann Sexualität zwischen Mann und Frau so gestaltet werden, dass beide Partner sie genießen – und zwar ganz einfach? Die vom renommierten Meinungsforschungsinstitut TNS Healthcare durchgeführte „Simplified Sex“-Studie unter 1.043 Männern ergab:  Über 80 Prozent der Männer zwischen 20 und 40 Jahren sind zufrieden mit ihrem Sexualleben. Die sexuelle Zufriedenheit ist eng gekoppelt an das lustvolle Erleben mit der Partnerin, sie hat weniger mit der reinen sexuellen Befriedigung zu tun. „Sex ist Spaß und ein Bedürfnis für mich. Sex bei gemeinsamem Lustempfinden finde ich am besten“, so ein Teilnehmer der Studie.

So fühlen sich 72 Prozent der Befragten für die sexuelle Befriedigung der Partnerin verantwort-lich und zwei Drittel brauchen für ihre eigene sexuelle Befriedigung die Lust der Partnerin. „Dieses Ergebnis halte ich für äußerst spannend“, erläutert „female affairs“-Expertin Dr. Ulrike Brandenburg. „Die Studie zeigt, dass für Männer die sexuelle Zufriedenheit eng mit der emotionalen Qualität der Paarbeziehung verbunden ist. Das bedeutet: um ein zufriedenes Sexualleben genießen zu können, muss für die meisten Männer die Liebesqualität, die emotionale Intimität und Nähe innerhalb der Beziehung stimmen. Dies scheint dem Mann wichtiger zu sein als purer Sex.“ Der moderne Mann scheint einem Wertewandel unterzogen, so die Sexualwissenschaftlerin weiter: „Der Macho, dem es ausschließlich um seine eigene Befriedigung geht, scheint passé.“

Lustkiller aus Männersicht

Wie wichtig eine funktionierende Partnerschaft beim Sex aus Männersicht ist, spiegelt sich auch in den Antworten der Frage wider, was bei Männern am ehesten dazu führt, dass ihre sexuelle Zufriedenheit abnimmt: 38 Prozent geben hierbei die sexuelle Unlust der Partnerin als Zufriedenheitskiller Nummer 1 an. Erst mit 18 Prozent folgt der Alltagsstress, der einem enorm zusetzen müsste. Das positive Erleben der gemeinsamen Lust kann für Männer aber auch schnell in Stress beim Sex umschlagen. Denn für viele Männer scheint es zum Muss geworden zu sein, für die Befriedigung der Partnerin zu sorgen: von allen Männern, die Stress beim Sex kennen, haben 62 Prozent ihn, weil sie sich für die Befriedigung der Partnerin verantwortlich fühlen. 59 Prozent klagen über den Erwartungsdruck, die Partnerin zum Orgasmus zu führen, und ein Drittel der Befragten plagt die Angst, zu früh zum Höhepunkt zu kommen.
„Diese Ergebnisse zeigen, wie komplex Männer partnerschaftliche Sexualität erleben und wie sehr Männer auch in Punkto Sexualität unter Druck stehen. Viele Männer fühlen sich für die sexuelle Lust ihrer Partnerin verantwortlich. Sie erleben es wie ein persönliches Defizit, wenn sie es nicht schaffen, für ihre Erregung, ihren Orgasmus, ihre Befriedigung zu sorgen. Das heißt mit anderen Worten, dass viele Männer genauso wie viele Frauen unter Druck stehen und auf sexuelle Unstimmigkeit mit Selbstzweifeln und Defizitgefühlen reagieren“, betont Dr. Brandenburg. Sex bedeute so viel, so die Sexualwissenschaftlerin weiter, problematisch sei es aber, wenn Mann und Frau das Verhalten des Partners falsch deuten und für sich alleine Rückschlüsse ziehen. „Das einzige, was in solchen Fällen hilft, ist offen und ehrlich miteinander über sexuellen Stress, Ängste, Erwartungen, wie auch Wünsche zu sprechen. Nur so kann eine Entwicklung in Sachen Sexualität stattfinden. Und nur so kann Sex entspannt werden und damit einfach charmant, leicht und wunderbar sein.“

Gutes Körpergefühl immer wichtiger

Ein weiterer wichtiger Grund für die sexuelle Zufriedenheit des Mannes ist eine positive Beziehung zum eigenen Körper und gutes Körpergefühl. „Die Studienergebnisse zeigen: Von den fast 60 Prozent der Männer, die mit ihrem Körper nicht zufrieden sind und gerne etwas ändern würden, sind 62 Prozent sexuell nicht zufrieden. Das Gefühl nicht begehrt zu werden, führen 15 Prozent der Männer als Grund an, dass die sexuelle Zufriedenheit abnimmt“, erläutert die „female affairs“-Expertin und Sozialmedizinerin Prof. Dr. Anita Rieder die Ergebnisse. „Dies zeigt deutlich, dass Männer sich mehr um ihren Körper kümmern. Nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern steht die Beziehung zum eigenen Körper und die Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit immer mehr im Vordergrund. Sie möchten sich in ihrem Körper wohl und attraktiv fühlen.“ Diese Tatsache habe wesentlichen Einfluss auf Sexualität und sexuelle Zufriedenheit, so die Expertin weiter. Grund hierfür sieht sie in der Abhängigkeit der zwei Seiten: „Die beiden Faktoren bedingen sich: denn Liebe, Zärtlichkeit und sexuelle Intimität tragen wiederum zum Wohlbefinden und zu einer gesunden Beziehung bei.“

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