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The Smart Style of Sex: Sexualität aktiv inszenieren

Lockendes Liebesgeflüster, lustvolles Verführen, Explosionen der Sinnlichkeit … - „Muss Sex eigentlich immer so gut sein?“ Die Expertinnen-Initiative „female affairs“ wollte wissen: Wie gestalten Frauen heute ihre Sexualität? Was halten sie von Verführung und Geheimnissen, und wie erleben sie ihre sexuellen Wünsche und Fantasien? – Kurz: Wie smart sind sie in punkto Sexualität? Die vom renommierten Kölner Meinungsforschungsinstitut psychonomics durchgeführte Umfrage ergab: Rund 70 Prozent der Frauen zwischen 15 und 40 Jahren gehen entspannt damit um, wenn es darum geht, ihre Sexualität in der Partnerschaft zu inszenieren. Sie versuchen was möglich ist, ohne allzu konkrete Erwartungen zu haben. „Wenn’s dann nicht so klappt, dann klappt’s bestimmt beim nächsten Mal“, antworteten diese in der Online-Umfrage „Smart Sex“.

So übernehmen Frauen immer wieder auch den aktiv gestalterischen Part, anstatt passiv darauf zu warten, dass der „richtige Moment“ wie von selbst vom Himmel fällt: Die „Smart Sex“ Umfrage zeigt deutlich: Frauen sind kreativ und sorgen gerne auch selbst für die sexuelle Lust innerhalb der Partnerschaft: 48 Prozent schaffen einen Rahmen, in dem sie und ihr Partner sich Zeit nehmen, sexuelle Lust entstehen zu lassen. 39 Prozent der Frauen sorgen dann für eine romantische Stimmung mit zärtlichen und sexuellen Berührungen. „Dieses Ergebnis halte ich für äußerst spannend“, betont „female affairs“ Expertin Dr. Ulrike Brandenburg. „Es macht deutlich, dass moderne, selbstbewusste Frauen heutzutage sexuelle Lust, sexuelles Erleben als etwas verstehen, das sie aktiv beeinflussen, inszenieren und konstruieren können“, erläutert die Sexualwissenschaftlerin. Damit verstehe sich die moderne Frau viel mehr als Handelnde und Aktive, denn als Reagierende und Passive, beschreibt Brandenburg.

Selbstbestimmtheit und Eigenverantwortlichkeit

Dieser selbstverantwortliche Zugang zum Thema ‚Lust’ und ‚sexuellem Erleben’ spiegelt sich auch in den Antworten auf die Frage wider, sich einmal vorzustellen, sie habe Lust, er aber nicht und wie damit umgegangen wird: Lediglich 20 Prozent der Befragten geben an, gekränkt zu reagieren. 72 Prozent hingegen sagten, sie fänden es nicht so schlimm und würden trotzdem weiterhin den aktiven Part übernehmen. Sie könnten das sexuelle Zusammensein auch dann genießen, wenn er mal keine Lust habe. „Hier zeigt sich deutlich, dass die Frauen in Bezug auf ihr sexuelles Erleben nicht ausschließlich von ihrem Partner abhängig sind“, freut sich die Expertin. Für viele selbstbewusste Frauen scheint die alte Regel: „Nur wenn mein Partner unseren Sex toll findet, kann ich mir sicher sein, dass er mich begehrt und mich attraktiv findet, und nur so kann ich Sex genießen“, nicht mehr zu gelten. „Stattdessen geht es zunehmend um Selbstverantwortlichkeit beim Sex“, beobachtet Brandenburg. Heute heißt es also: „Dafür, dass ich Spaß habe, ist nicht nur mein Partner verantwortlich, sondern vor allem ich“. „Dieses Konzept nimmt die Verantwortung für die sexuelle Zufriedenheit des anderen und schafft Entlastung, weniger Kränkung und mit Sicherheit mehr Genuss“, betont die „female affairs“ Expertin.

 

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